Minden, die alte Festungs- und Handelsstadt am Weserdurchbruch, steht auf einem geotechnisch bemerkenswerten Untergrund. Die historische Altstadt lagert auf den sandig-kiesigen Flussterrassen der Weser, während die neueren Stadtteile Richtung Wiehengebirge oft von Lösslehm und Geschiebemergel der Saale-Kaltzeit geprägt sind. Wer hier baut, hat es fast immer mit gemischtkörnigen Böden zu tun – und genau da setzt die Korngrößenanalyse an. Eine einfache Siebung reicht bei solchen Wechsellagerungen nicht aus. Erst die kombinierte Methode mit Sedimentation im Aräometer liefert die vollständige Kornverteilungskurve, die Sie für eine belastbare Baugrundbeurteilung nach DIN 18123 brauchen. Ohne diesen vollständigen Datensatz bleibt jede Gründungsplanung in Minden ein Ratespiel, das später teuer werden kann. Unser Labor kombiniert klassische Nass- und Trockensiebung mit dem Aräometerverfahren, um den gesamten Bereich von Grobkies bis Feinton abzudecken. Die Ergebnisse fließen direkt in die Bodenklassifikation nach DIN 18196 ein – eine unverzichtbare Grundlage für jede Baumaßnahme zwischen Wasserstraßenkreuz und Glacis. Für Projekte, die eine detaillierte Tiefenstaffelung erfordern, ergänzen wir die Analyse mit einer SPT-Bohrung zur Ermittlung der Lagerungsdichte.
Eine vollständige Kornsummenkurve aus Siebung und Hydrometer ist in Mindens heterogenen Böden der direkteste Weg zur sicheren Bodenklassifikation nach DIN 18196.
Angewandte Methodik in Minden

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Risiken und Überlegungen in Minden
Die DIN 4020 fordert für jedes Baugrundgutachten eine eindeutige Bodenklassifikation. In Minden wird dieses normative Gebot besonders relevant, weil die Talauen der Weser und die angrenzenden Lösshänge völlig unterschiedliche Risikoprofile aufweisen. Ein als Sand angesprochener Boden mit hohem Schluffanteil kann bei Wasserzutritt in einen instabilen Zustand übergehen – ein Szenario, das an den Ufern von Weser und Mittellandkanal jederzeit eintreten kann. Wird die Frostempfindlichkeit wegen fehlender Feinkornanalyse falsch eingeschätzt, drohen Hebungen und Setzungen im Verkehrswegebau oder unter frostexponierten Fundamenten. Die Korngrößenanalyse mit Hydrometer liefert hier den entscheidenden Wert: den Massenanteil der Körnung unter 0,063 mm. Liegt er über 5 % bei ungleichförmigem Boden, gilt das Material bereits als frostempfindlich. Ein übersehenes Risiko, das bei Ausschachtungen am Südhang des Wiehengebirges schnell zu Mehrkosten von mehreren zehntausend Euro führen kann. Wir dokumentieren jeden Analyseschritt rückverfolgbar – von der Probenahme gemäß DIN EN ISO 22475-1 bis zum Laborprotokoll.
Unsere Leistungen
Unser akkreditiertes Labor bietet die Korngrößenanalyse für alle in Minden und Umgebung typischen Bodenarten an. Von der klassischen Sieblinie bis zur vollständigen Kornsummenkurve mit Aräometer erhalten Sie die Werte, die Ihr Baugrundgutachter benötigt:
Kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse
Standardpaket für gemischtkörnige Böden. Nasssiebung des Grobanteils, Sedimentationsanalyse der Feinfraktion. Ergebnis: Kornverteilungskurve, Cu/Cc-Werte, Bodengruppe nach DIN 18196.
Bestimmung kf-Wert und Frostsicherheit
Auswertung der Kornsummenkurve auf Durchlässigkeitsbeiwert nach Hazen und Einstufung der Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB. Wichtig für Versickerungsanlagen und Straßenbau.
Schnellanalyse für Baustellen
Vorab-Ergebnis per kombinierter Siebung innerhalb von 24 Stunden nach Probeneingang. Für dringende Entscheidungen zur Aushubklassifikation oder Verdichtbarkeit auf Mindener Baustellen.
Gängige Fragen
Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer in Minden?
Die Kosten liegen je nach Probenanzahl und Aufbereitungsaufwand zwischen €110 und €200 pro Analyse. Enthalten sind Nasssiebung, Aräometerversuch, Kornsummenkurve und Bodenklassifikation nach DIN 18196. Bei mehreren Proben aus einem Projekt bieten wir günstige Staffelpreise.
Warum reicht eine reine Siebanalyse in Minden oft nicht aus?
Weil die Böden hier stark gemischtkörnig sind. Die Weserterrassen enthalten neben Sand und Kies oft Lagen mit hohem Schluffanteil, und der Lösslehm am Wiehengebirge hat Feinkornanteile von über 40 %. Die Siebung allein erfasst nur Körner über 0,063 mm. Ohne Aräometer bleiben die tonigen und schluffigen Anteile unsichtbar – und damit auch die Frostempfindlichkeit und das Setzungsverhalten.
Wie lange dauert die Auswertung einer Korngrößenanalyse?
Die Standarddauer beträgt zwei bis vier Werktage. Die Sedimentationsanalyse im Aräometer benötigt Zeit, weil sich die Feinstpartikel nur langsam absetzen. Für dringende Fälle bieten wir eine Schnellsiebung mit vorläufiger Bodenansprache innerhalb von 24 Stunden an.